Visionen 1/3

Visionen 1/3

Ich starte heute eine Trilogie, einen Dreiteiler über die nächsten 3 Wochen, bevor ich mich in die Weihnachtsferien verabschiede.

Im ersten Teil heute schreibe ich über Visionen. Was eine Vision ist und wieso es wichtig ist, eine Vision zu haben. Der zweite Teil ist den Zielen gewidmet und der dritte und letzte Teil dem göttlichen Plan, dem Zusammenspiel von Vision und Ziel.

Firmen zeigen ihre Vision auf. Und auch sonst wird schnell mal von Vision gesprochen. Aber eigentlich meint man damit Ziele.

Aber was ist denn eine Vision? Erklärt in Wikipedia wird es so: “Vision wird ein subjektives bildhaftes Erleben von etwas sinnlich nicht Wahrnehmbarem bezeichnet, das aber dem Erlebenden – dem Visionär – als real erscheint.”

Ich gebe zu, dass das jetzt nicht die einfachste erklärte Form ist. Ich versuch’s ein wenig einfacher zu erklären und hoffe, dass mir das gelingt. Dazu muss ich ein wenig ausholen.

Eine Vision ist ein Art Offenbarung. Eine Vision entsteht tief in einem drinnen. Es ist eigentlich das, was unsere Seele möchte. An diesen Punkt kommt man aber nicht einfach, wenn man jetzt mal denkt: “Was ist denn meine Vision?” und man dann auf die Antwort wartet. So leicht ist es eben nicht. Denn der Verstand will oftmals etwas anderes als das Herz.

Ich kann es anhand meiner Erfahrung erläutern:

Vor ca. 15 Jahren habe ich eine wunderbare Ausbildung im psychologischen transpersonalen Bereich abgeschlossen. Die Psychosynthese. Sie war für mich lebensweisend. Und ist auch heute noch eine Haltung, nach der ich lebe. In dieser Ausbildung, die drei Jahre dauerte, haben wir jeweils 3 Tage hintereinander einmal im Monat Unterricht gehabt. Es war eine Ausbildung, die mich an meine Essenz brachte durch enorm viele verschiedene Übungen/innere Fantasiereisen/Meditationen und Reflexionen. Sie hat mich unglaublich viel über mich gelehrt und mich zu dem gemacht, die ich heute bin. Nun gut.

Ein Seminar während dieser drei Jahre lautete: Visionsreise. In diesem Seminar hatten wir u.a. eine geführte/angeleitete Trancereise von vielleicht 1-2 Std. Während dieser Trancereise wurden wir zu unserer Vision geführt. Auf dieser Ebene ist die Hirnfrequenz sehr niedrig und dadurch kann der Verstand nicht mehr aktiv sein. So entsteht Raum für Neues und es können  wahre Wunder entstehen, da es ein Andocken ist an die innere Weisheit. Am Ende meiner Visionsreise entstanden vor meinem geistigen Auge zwei Wörter: Geistige Freiheit.

Geistige Freiheit. Endlich war für mich klar, wieso ich mein Leben lebte, wie ich das bis anhin getan hatte. Ich dachte immer, dass ich ein schräger Vogel sei und nicht in das System passte. Von da an war mir klar, dass wenn ich in meinem Leben meine Vision wirklich leben möchte, es nach dem Prinzip der geistigen Freiheit gehen muss. Denn die Vision leben bedeutet mit der Weisheit des Herzens leben. Dementsprechend habe ich alles diesem inneren Gesetz untergeordnet. Ich lebe nach dem Prinzip der geistigen Freiheit.

Eine Vision kann niemals im Verstand entstehen. Dann ist es keine Vision, sondern ein Ziel. Etwas, das ich WILL. Eine Vision ist nicht etwas, das ich will, sondern etwas, das ich tun MUSS. Es ist ein innerer tiefer Wunsch. Und wenn ich den nicht lebe, ist es wahrscheinlich schwierig, wirklich glücklich zu werden. Eine Vision ist dementsprechend nicht an etwas Materielles gekoppelt. Sondern an ein Gefühl.

Wenn man dann seiner Vision folgt ist es nicht wirklich wichtig, ob man damit Erfolg hat, aber er wird sich automatisch einstellen.

Lebst du deine Vision bereits?

In meinem nächsten Post schreibe ich über das Verfolgen der Ziele und welches Ziel u.a. ich noch habe.