Eine Frage der Perspektive

Eine Frage der Perspektive

Alles ist eine Frage der Perspektive – Was heisst das genau? Immer wenn ich mal wieder alles für mich ins rechte Licht rücken möchte (in Perspektive setzen), stelle ich mir folgende Fragen:  Wie wichtig bin ich? Wie wichtig werde ich in 100 Jahren sein? Und meine Antwort dazu ist: Wahrscheinlich bin ich jetzt wichtig für ein paar Menschen um mich herum. Aber ziemlich sicher wird in 100 Jahren (dann bin ich 150) kein Hahn mehr nach mir krähen.

Diese Fragen zu stellen sind für mich entlastend. Ich finde das nicht beängstigend – überhaupt nicht. Im Gegenteil. Es hat für mich etwas sehr Beruhigendes, nicht soooo wichtig im Leben zu sein. Mich nicht so wichtig zu nehmen. Ich gehe dadurch viel gelassener mit vielen Situationen im Leben um. Vor allem mit den für mich wichtigen Situationen. Denn ob ich z.B. jetzt gerade mega erfolgreich bin, ist in 100 Jahren wahrscheinlich nicht mehr so wichtig. Aber wenn ich momentan nicht gerade sehr erfolgreich bin, hat es etwas damit zu tun, wie ich mich fühle. Sehr oft haben wir das Gefühl, dass andere Menschen um uns herum viel erfolgreicher sind. Wir lassen uns gerne blenden. Social Media unterstütz das. In Instagram, Facebook usw. sehen wir praktisch nur erfolgreiche, lächelnde Menschen. Wir lassen uns davon beeinflussen. Der Spruch: “the grass is greener on the other side” lässt viele von uns unzufrieden zurück. Weil wir das Gefühl haben, dass alle anderen ein viel tolleres Leben haben als wir selbst (s. dazu den Post “erfolgreich sein”).

Ich habe als Coach und als Freundin bereits in viele Leben hineinschauen dürfen (auch in meines) und kann garantieren, dass bei den meisten Menschen ähnliche Probleme bestehen. Es kommt halt immer darauf an, wie man mit diesen Problemen umgeht. Und da hilft immer mal wieder, die Perspektive zu wechseln. Das Problem von einer anderen Seite aus zu betrachten kann helfen und sei es nur, dass man weiss, nicht die einzige Person mit dem Problem, der Situation zu sein.

Wenn du also nächstes Mal ein für dich unüberbrückbares Problem hast oder dich Sorgen belasten, versuche mal die Perspektive zu wechseln. Manchmal hilft es, die Welt von oben zu sehen, um den Überblick zu behalten (durch Fokussierung oder durch das Erklimmen eines Berges). Manchmal hilft es, sich vorzustellen, dass man ein Sandkorn im Universum ist und von daher relativ unbedeutend in 100 Jahren. Manchmal hilft es, Yoga zu machen (hinabschauender Hund, Kopfstand, Schulterstand) um die Perspektive zu wechseln. Alles hilft, wenn es dir eine andere Sicht auf dein Problem, deine Sorgen gibt. Probiere es ruhig mal aus!

Und denke daran: You are not alone 🙂

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